inexio: Mit Vectoring mehr Power im ländlichen Raum im Saarland

21.01.2015 |

Acht Orte im Saarland profitieren 2015 von neuer Ausbautechnologie.

Seit etwas mehr als einem Jahr ist das Vectoring ein Thema im Breitbandausbau. Bereits Anfang 2014 hat inexio als erstes Telekommunikationsunternehmen in Deutschland diese neue Übertragungstechnik in einem Pilotprojekt in Heidelberg kommerziell eingesetzt. Jetzt nutzt das Unternehmen diese neue Technologie auch für den nachhaltigen Breitbandausbau im ländlichen Raum. Insgesamt acht Orte im ganzen Saarland werden in einem ersten Ausbauschritt im Laufe des Jahres 2015 davon profitieren: Holz, Thalexweiler, Lautenbach, Keuchingen, Berus, Felsberg, Piesbach und Nalbach.

„Für alle acht Orte haben wir bei der Deutschen Telekom AG einen Antrag auf Vectoring gestellt und uns gleichzeitig dazu verpflichtet, die in den Orten befindlichen Kabelverzweiger binnen 12 Monaten an unser Glasfasernetz anzubinden“, erklärt Anja Schramm, bei inexio für den Vertrieb Kommunen verantwortlich. Der Ausbau mit Vectoring sichert fast allen Haushalten in den Orten Bandbreiten von 100 Mbit/sec im Download und Upload-Raten von bis zu 40 Mbit/sec. „Der Einsatz des Vectorings verbessert noch einmal die Versorgung im ländlichen Raum“, erklärt Thorsten Klein, persönlich haftender Gesellschafter von inexio. „Während der Markt noch über den Einsatz diskutiert, handeln wir. Im Rahmen der Regulierung durch die Bundesnetzagentur setzen wir die Technik im Sinne unserer Kunden ein.“

Das Vectoring reduziert das sogenannte „Übersprechen“ auf Kupferkabeln und stabilisiert damit die Übertragungsraten auf der Kupferstrecke. Diese ist gerade im ländlichen Raum für den Breitbandausbau unabdingbar, da hier in der Regel nur der Ausbau Fibre to the Curb (Glasfaser bis an die bestehenden Kabelverzweiger) wirtschaftlich darstellbar ist und somit das Signal eine Reststrecke auf dem vorhandenen Kupferkabel transportiert wird.

Hintergrund der Regulierung ist, dass an jedem Kabelverzweiger jeweils nur ein Unternehmen ein Vectoring-Angebot machen kann, sodass die Bundesnetzagentur den neben einem Bitstromprodukt vor allem den zeitnahen Ausbau zur Bedingung macht. „Den setzen wir in den sieben Ortsnetzen um“, sagt Christoph Staudt, Mitglied der Geschäftsleitung von inexio und verantwortlich für die technische Umsetzung. „Können wir im bisherigen Verfahren – ohne Vectoring – statistisch gesehen rund einem Drittel der Haushalte 100 Mbit/sec an Bandbreite zur Verfügung stellen, ist dies mit Vectoring bei annähernd allen Haushalten der Fall.“ Ausnahme bleiben einzelne Anwesen, die in großer Entfernung zu den Kabelverzweigern liegen. Doch auch sie profitieren vom Breitbandausbau in Form höherer Bandbreiten.

Die Arbeiten für die ersten Ortsnetze beginnen bereits im Januar. In Piesbach ist die Onlineschaltung noch im ersten Halbjahr 2015 geplant.